Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

17.03.2019 von Freddy Narewski

WG: Wildgänse: Projektergebnisse zur Fraßintensität

Von: Erich Bolinius [mailto:erich.bolinius@t-online.de]
Gesendet: Freitag, 15. März 2019
An: 'info@moormerlaender-deichacht.de' <info@moormerlaender-deichacht.de>; 'Rainer Kinzel' <kinzel@emden.de>; Vorstand Stadt Emden (vorstand@emden.de) <vorstand@emden.de>
Cc: 'NLWKN@uxap00006cms.ux.niedersachsen.de' <NLWKN@uxap00006cms.ux.niedersachsen.de>
Betreff: WG: Wildgänse: Projektergebnisse zur Fraßintensität werden vorgestellt (19. März, 10 Uhr)

 

FDP-Fraktion
ebolinius

Erich Bolinius

Fraktionsvorsitzender

Zum Bind 25

26725 Emden

Tel. 04921 57230

Handy: 015110974939

www.erichbolinius.de

 

Emden, den 15.3.19

 

An die Moormerländer Deichacht

Zu Händen Herrn Oberdeichrichter Heiko Albers

 

Fraßschäden durch Gänse

 

Moin Herr Albers,

in der Pressemitteilung von NLWKN wird zu einer Informationsveranstaltung über die Fraßintensität der Gänse in Jemgum eingeladen. Schäden wurden insbesondere im Rheiderland untersucht.  

Auf unserer Seite der Ems nehmen die Gänse ja auch überhand. Sie haben in einem Bericht in der heutigen OZ  (siehe ganz untenstehend)  die Auswirkungen sehr gut dargestellt.

Sollte nicht auch eine Veranstaltung für die Bürgerschaft/Landwirtschaft in unserem Bereich stattfinden? Was meinen Sie?

Werde Herrn Kinzel (Fachbereichsleiter u.a. Umwelt) über den Vorstand der Stadt Emden auch eine Kopie hiervon geben, und fragen, was er von einer derartigen Veranstaltung hält. Vielleicht kann man eine Veranstaltung zusammen mit dem NLWKN, Moormerländer Deichacht und Stadt Emden und der Gemeinde Moormerland durchführen. Kopie geht auch an NLWKN, Herrn Achim Stolz.

Gerne hätte ich Antwort von Ihnen.

Mit hartelk Gröten

Erich Bolinius

 

Meinem Fraktionsmitglied Friedrich Busch (Landwirt) habe ich bereits heute vorab eine Kopie der Einladung zugeschickt.

 


 

Von: Presse-Abo-Service Niedersachsen [mailto:NLWKN@uxap00006cms.ux.niedersachsen.de]
Gesendet: Freitag, 15. März 2019 13:00
An: Erich.Bolinius@t-online.de
Betreff: Wildgänse: Projektergebnisse zur Fraßintensität werden vorgestellt (19. März, 10 Uhr)

     
 
 

Wildgänse: Projektergebnisse zur Fraßintensität werden vorgestellt (19. März, 10 Uhr)

 
 

NLWKN und Landwirtschaftskammer informieren über Untersuchungsergebnisse im Rheiderland

 
 
 
 

Leer/Oldenburg  Für die einen sind sie ein faszinierendes Naturphänomen, für andere bringt ihr Erscheinen vor allem ökonomische Einbußen mit sich: Durchziehende Wildgänse führen im nördlichen Niedersachsen zu Fraßschäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Zwei vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Auftrag gegebene Untersuchungen gehen der aktuellen Fraßintensität auf Grünflächen des Rheiderlandes und den Möglichkeiten eines Rastspitzenmanagements genauer auf den Grund. Erste Ergebnisse der beiden von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführten Projekte werden am kommenden Dienstag (19.03., 10.00 Uhr) im Dorfgemeinschaftshaus Jemgum vorgestellt.

Da das Rheiderland und die Emsmarschen einen bedeutenden Schwerpunkt für rastende Gänse darstellen, treten im Landkreis Leer wie auch in den Landkreisen Aurich, Friesland, Wesermarsch und Unterelbe immer wieder Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen durch rastende, besonders geschützte Nonnengänse sowie durch Blässgänse auf.

Neben den Erkenntnissen zur Entwicklung der Fraßintensität steht bei der Informationsveranstaltung in Jemgum vor allem der Umgang mit Rastspitzen auf Grünland im Fokus: Ein neu entwickeltes Modell soll durch besonders hohe Fraßschäden entstandene Ertragseinbußen leichter abschätzbar und damit finanziell honorierbar machen. „Auf der Veranstaltung werden wir in diesem Kontext vorstellen, wie eine Beteiligung an einer hierzu geplanten Pilotphase in der Schwerpunktregion Rheiderland möglich ist", erklärt Julia Delingat vom Geschäftsbereich Regionaler Naturschutz der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg. Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht erforderlich.

 
 

Ansprechpartner für den Inhalt dieser Information:

 

 

 

Achim Stolz, Carsten Lippe

 

 

 

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/ 947 - 288 / -173
Fax: +49 (0)4931/947 - 222
pressestelle@nlwkn-dir.niedersachsen.de

 
   
 

Herausgeber: Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

 

 

 

Diese Information im Portal des Landes Niedersachsen: http://www.nlwkn.niedersachsen.de/portal/live.php?article_id=174975&_psmand=26

 
 
     
 
 
 

 

Ostfriesen Zeitung Freitag, 15. März 2019, Seite 20, Emden

Fraßschäden durch Gänse bereiten Sorgen

Die Moormerländer Deichacht

Von Dennis Schrimper

Küstenschutz Moormerländer Deichacht will, dass Gänse, Wölfe und Hunde Deichen fernbleiben

Damit Schafe weiterhin in Ruhe grasen können und satt werden, fordert die Moormerländer Deichacht Maßnahmen.

Rorichum - Drei Tiere bereiten der Moormerländer Deich acht große Sorgen: der Wolf, der Hund und die Gans. „Die Bedrohung durch den Wolf beunruhigt uns sehr“, sagte Oberdeichrichter Heiko Albers in einem Pressegespräch nach der diesjährigen Ausschusssitzung der Deich acht. Wenn Schafe von Wölfen gerissen würden, sei der Schutz der Deiche infrage gestellt. Die Paarhufer halten die Grasnarbe der Deiche kurz und sorgen für eine feste Oberfläche. Deshalb müssten die Deiche für die Schafe sicher und wolfsfrei bleiben. Denn: „Küstenschutz ohne Schafe ist nicht vorstellbar“, so Albers. Werde auch nur ein einzelnes Schaf gerissen, werde gleich die ganze Herde in Aufruhr versetzt und sei nicht mehr händelbar. Und im Stall könnten die Schafe zum Deichschutz nichts beitragen.

Von „wolfssicheren“ Zäunen hält Albers wenig. Wenn die bei einer Sturmflut überschwemmt würden und anschließend mit Teek besetzt seien, stellten diese für Wölfe kein Hindernis mehr dar. Albers und seine Mitstreiter fordern deshalb, die Tiere abzuschießen oder zumindest zu vergrämen. Nicht weniger bedrohlich für die Schafe seien freilaufende Hunde. Wie berichtet, starben im November vergangenen Jahres auf dem Deich bei Gandersum mehrere tragende Muttertiere nach einer Hatz durch Huskys. Die Deichacht appelliert deshalb an alle Hundebesitzer, ihre Tiere nicht an Deichabschnitten mit Schafbeweidung auszuführen oder gar frei laufen zu lassen.

Einen weiteren Feind des Deichschutzes sehen Albers und seine Mitstreiter in der Gans. Auf den Wällen entlang der Ems würden sich immer mehr Wildvögel breitmachen, die den Schafen im Frühjahr und im Herbst das Gras wegfräßen. Die Schafe könnten sich infolgedessen nicht so gut entwickeln und bescherten den Schäfern bei Verkäufen Einnahmeverluste. Als Problem macht Albers auch den Kot aus, den die Gänse hinterlassen. Dieser mache die Schafe anfälliger für Krankheiten, sie müssten häufiger geimpft werden. Die Moormerländer Deich acht übernimmt dafür auf Antrag die Kosten.

Auf diese Problematik hatte Albers schon im vergangenen Jahr hingewiesen. Das Veterinäramt des Landkreises hatte auf Nachfrage der OZ damals aber erklärt, dass die Verbreitung von Krankheitserregern über Gänsekot eher unwahrscheinlich sei. Albers glaubt das nicht, die Erfahrungen der Deichschäfer seien andere. Für die Deichacht stellt sich die Frage, wie viele Gänse „unsere Kulturlandschaft“ noch verträgt. Zudem sinke durch die Kahlstellen im Deich der Schutzfaktor. „Wenn die Gesellschaft Gänse will, muss der Schaden, den sie verursachen, ausgeglichen werden – zu 100 Prozent“, betont Albers. „Aber wir bekommen keine Entscheidung. Und das kann es nicht sein“, ärgert er sich.

Grasknappheit auf den Deichen habe im vergangenen Jahr nicht nur wegen des Gänsefraßes geherrscht, so Albers. Wegen des heißen Sommers habe man „erstmalig braune Deiche“ gehabt. „Wir hoffen, das war einmalig.“ Die Trockenheit habe zudem zu einer Sodenbildung auf den Deichen geführt, die Grasnarbe habe sich erst nach Regenfällen wieder geschlossen. Sollten die Wetterlagen weiter so extrem ausfallen, müsse darüber nachgedacht werden, die Deiche zu beregnen, so Albers. „Aber wir hoffen, dass wir das nicht brauchen.“

Die Moormerländer Deich acht ist für die Unterhaltung des rechten Emsdeiches sowie des rechten Ledadeiches von der Seeschleuse Leer bis zum Außensiel in Borssum zuständig. Das Verbandsgebiet umfasst Deiche mit einer Gesamtlänge von 25  Kilometern.

Personelles: Moeteus Barth aus Gandersum wurde als Deichrichter für die Wahlkreise 3 und 4 wiedergewählt. Im Wahlkreis 4 wurden Reno Meyer (Riepsterhammrich) und Muteus Smidt (Uphusen) wiedergewählt. Zum Rechnungsprüfer des internen Prüfungsausschusses wurde Berend Sanders (Petkum) gewählt. Weitere Rechnungsprüfer sind Otto Ubben (Ihlow) und Carsten Leemhuis (Neermoor).

Rückblick: Im vergangenen Jahr schlug die Teekbeseitigung mit rund 20  000 Euro zu Buche. Der Deichverteidigungsweg vom Siel Petkum bis zum Schliekweg in Widdelswehr wurde für rund 165  000 Euro auf einer Länge von 490  Metern instandgesetzt.

Ausblick : Für rund 375  000 Euro soll in diesem Jahr die Befestigung von Deichen bei Terborg und Hohegaste erfolgen. Die Bewilligung der Fördermittel steht noch aus. Außerdem soll die Erweiterung der Deichhalle in Oldersum vorbereitet werden.

wildgänse dpa wagner

Wildgänse machen sich gerne über das Gras auf Deichen her. DPA-Bild: Wagner