Antrag: Das Emder Stadtarchiv – kein KANN sondern ein MUSS

Im Namen der FDP Fraktion beantrage ich, das Thema „Emder Stadtarchiv“ auf die Tagesordnung des nächsten Kulturausschusses zu setzen.

Unser Ziel ist es, die fachgerechte Unterbringung der Archivbestände dauerhaft sicherzustellen und das Stadtarchiv Emden zukunftsfähig aufzustellen. Der Erhalt des historischen Erbes ist keine freiwillige Leistung sondern eine Pflichtaufgabe kommunaler Kulturpolitik. Eine Behebung der räumlichen Engpässe ist fachlich geboten und kulturpolitisch notwendig. Es bedarf struktureller Lösungen in Bezug auf Auslagerung, Nutzung und nicht zuletzt bei einer relativ neuen Herausforderung, nämlich dem Umgang mit den digitalen Zeugnissen unserer Geschichte. Die FDP Fraktion hat in der Vergangenheit wiederholend im Kulturausschuss daran erinnert, dass das Stadtarchiv eine zentrale Aufgabe für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung unserer Stadtgeschichte erfüllen muss. Bislang sind die Diskussionen ergebnislos geblieben, aber nun ist es höchste Zeit, effektive Maßnahmen zu treffen.

Wir beantragen einen

  1. einen Bericht über den aktuellen Zustand des Stadtarchivs. Wir erbitten eine detaillierte Übersicht über die archivierten Kulturgüter und Dokumente sowie über die aktuell genutzten Flächen. Den Ratsmitgliedern sollte die Möglichkeit gegeben werden, die Situation vor Ort zu erkunden.
  2. Da die Enge und die Nöte des Stadtarchivs seit Jahren bekannt sind und sich weiter zuspitzen, beauftragen wir die Verwaltung, ein Konzept zur Linderung der kurz-, mittel- und langfristigen Raumnot zu entwickeln.
  3. Es sollen Möglichkeiten der Auslagerung aus den Archiven in der Kirchstraße und die Nutzung potentieller Archivflächen dargestellt werden.
  4. Wir wünschen, dass die Optionen der Zusammenarbeit mit der Johannes-a-Lasco Bibliothek und der Gesellschaft „1820 Die Kunst“ vorgestellt werden.
  5. Dem Kulturausschuss sollen die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten einschließlich eines Zeitplans sowie einer Einschätzung des personellen und finanziellen Bedarfs vorgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hillgriet Eilers