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Anfrage: Installation von E-Ladesäulen an Straßenlaternen

Sehr geehrte Vorstandsmitglieder,



Eine der wichtigen Säulen für eine klimafreundliche Stadt ist die

Elektromobilität, ferner ist die E-Mobilität der Schlüssel zur Verkehrswende.

Voraussetzung hierfür ist eine flächendeckende und nutzerfreundliche

Lademöglichkeit des E-Autos. Dabei ist besonders wichtig, dass sich die

Ladeinfrastruktur an den Bedürfnissen und Lebensverhältnissen der

Menschen orientiert und nicht umgekehrt. Die ersten Städte, wie z.B.

Dortmund, Iserlohn oder Schwerte, haben das erkannt und installieren statt

herkömmlichen Ladesäulen, wo der Fahrer mit einem E-Auto gezielt

hinfahren muss, Ladesäulen in die vorhandenen Straßenlaternen - genau

dort, wo die Menschen leben. Einfacher geht es nicht: die vorhandene

Infrastruktur wird clever genutzt, um den Menschen die Möglichkeit zu

geben, ihr Fahrzeug dort zu laden, wo sie leben: nämlich direkt vor der

Haustür. Die (im Vergleich zu den herkömmlichen Ladesäulen sehr

ressourcenschonenden) Ladeboxen werden einfach an die bestehenden

Straßenlaternen montiert, der in der Laterne vorhandene Stromanschluss

erleuchtet nun nicht nur die Straßen und Gehwege, sondern lädt das

parkende E-Auto (und zwar mit Niederspannung, d.h. das Stromnetz wird

entlastet, Leistungsspitzen werden vermieden, der Akku vom Auto

geschont). Auch finanziell haben diese Ladesäulen Vorteile: eine

herkömmliche Ladesäule mit zwei Anschlüssen kostet rund 10.000€, die

Nachrüstung einer Straßenlaterne hingegen nur 2.500€.



Die FDP-Fraktion bewertet diese innovative Art und Weise des Ladens eines

E-Autos sowie die finanziellen Aspekte als durchweg positiv. Daher hätten

wir gerne folgende Fragen beantwortet:



- Wie ist der Meinung der Stadtverwaltung bzw. des Klimaschutzmanagers

   der Stadt Emden zu den Ladesäulen?



- Gibt es bereits Ansätze, diese neue richtungsweisende Ladestruktur auch

   in Emden zu etablieren? Wenn nicht, was spricht dagegen?



Über eine zeitnahe Beantwortung der Fragen wären wir Ihnen sehr dankbar.

Ferner bitte ich Namens der FDP-Fraktion darum, diese Anfrage im nächsten

zuständigen Ausschuss auf die Tagesordnung zu setzen.



Mit freundlichen Grüßen

Alexander v. Gliszczynski