Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

19.03.2019 von Freddy Narewski

FDP-Antrag wg. Tradtionsschiffsliegeplätze wurde im Ausschuss behandelt.

Der nächste Termin zu diesem Punkt ist am 12. April 2019 angesetzt


Traditionsschiff-Idee nicht vom Tisch 

Emder Zeitung vom Dienstag, 19. März 2019, Seite 3

Verfechter kämpfen weiter für einen Anleger am Seitenarm des Falderndelfts / Stadt verweist auf hergerichtetes Südufer

Von Gaby Wolf s 0 49 21 / 89 00-415

Emden. Der Wunsch nach einer attraktiven Anlegemöglichkeit für private Traditionsschiffe im Falderndelft und damit nach einem Emder Traditionshafen dümpelt (von einzelnen erfolglosen Vorstößen abgesehen) seit Jahren vor sich hin. Nun gibt es einen neuen Anlauf - ins Rollen gebracht vom Besitzer des Plattbodenschiffes „Hoop op Zegen”, Fritz Röpke, und aufgenommen von der FDP-Ratsfraktion, die das Thema jetzt auch auf die Tagesordnung im Stadtentwicklungsausschuss brachte.

So hatte Röpke im Dezember einen öffentlichen Wunschzettel am Ufer aufgestellt, um darauf hinzuweisen, dass es doch eigentlich nur sechs Pfähle, ein Stromkabel und 1,30 Meter Wassertiefe brauche, um das Westufer im Bereich Hinter der Halle/Brückstraße entsprechend auszurüsten. Daraufhin kam es Anfang Februar auf Einladung des Vereins „Traditionshafen Emden” noch einmal zu einem Treffen im „Faldernpoort”, an dem neben Ratsmitgliedern verschiedener Parteien auch Vertreter der AG Ems, der Sparkasse, der Werbegemeinschaft Schaufenster, des Arbeitskreises historischer Schiffbau sowie des Feuerschiff-Vereins teilnahmen.

Wie aus dem Protokoll, das der Redaktion vorliegt, hervorgeht, befürworteten die meisten Teilnehmer einen Ausbau des Seitenarms Richtung Brückstraße durch Ausbaggern und Bau einer Steganlage. Die Kostenschätzungen reichten von 80 000 bis 200 000 Euro. Jedoch einigte man sich zunächst darauf, das Ergebnis des FDP-Antrags im Stadtentwicklungsausschuss abzuwarten.

Ausbaggern nicht förderfähig

In der jüngsten Ausschusssitzung nun nahm die Stadtverwaltung zu dem neuen Vorstoß Stellung - schriftlich per Vorlage, aber auch noch einmal mündlich. Schriftlich wurde darauf hingewiesen, dass die Entwicklungsplanung für den Falderndelft einen Rundweg entlang der Uferbereiche auch in diesem Bereich vorsieht. Dieser sei Teil des beantragten Fördergebietes zum Programm „Zukunft Stadtgrün”.

Es bleibe jedoch abzuwarten, welche Teile des Förderantrages bewilligt werden. Kostenansätze für Unterhaltungsmaßnahmen (Ausbaggern) würden dabei allerdings nicht gefördert. Aufgrund der geringen Wassertiefe und des dort vermuteten Schutts seien jedoch Kosten im erheblichen Umfang zu erwarten.

„Wir sehen im Moment nicht die Notwendigkeit, diese Seite zu machen”, sagte Stadtbaurat Andreas Docter und verwies auf das Südufer des Falderndelftes, das in Verbindung mit der Sanierung des Roten Siels 2013 neu hergerichtet wurde.

Langfristiger Pachtvertrag möglich?

„Da liegt ein komplett tolles Südufer, das wesentlich mehr von Traditionsschiffen genutzt werden könnte”, entgegnete er den Verfechtern eines Ausbaus Richtung Brückstraße.

Natürlich könne sich die Stadt vorstellen, diesen Bereich gegen einen langfristigen Pachtvertrag an Interessierte zu überlassen, dann könnten diese auf eigene Kosten agieren, sagte er, setzte aber leicht süffisant hinzu: „Vor dem Setzen der Pfähle müssen sie dann aber vorher auch eine Kampfmittelsondierung auf eigene Kosten durchführen.”

Gregor Strelow (SPD) lenkte die Diskussion in ruhigeres Fahrwasser zurück. „Für den Tourismus und das Stadtbild wäre es sehr gut, mehr Traditionsschiffe nach Emden zu holen”, sagte er und schlug vor, sich noch einmal mit den Beteiligten gemeinsam hinzusetzen. „Bei diesem Treffen sollte dann aber auch die Stadtverwaltung mit dabei sein.”

Ein Termin für ein nächstes Treffen der Traditionshafen-Verfechter ist dem Vernehmen nach im April vorgesehen.

hoop op zegen



Sollen nach den Vorstellungen der Traditionshafen-Initiatoren nicht allein am Westufer bleiben: die historischen Schiffe „Friesland” und „Hoop op Zegen”. Dahinter ist das Südufer zu sehen. EZ-Bild: Wolf


Emder Zeitung vom Dienstag, 19. März 2019, Seite 3