Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

19.02.2019 von Freddy Narewski

Jamaika-Bündnis nennt Brinkmann-Vorwurf „absurd“

Ostfriesen-Zeitung, Dienstag, 19. Februar 2019, Seite 17, Emden

Politik Parteispitzen von Emder CDU, FDP und Grüne reagieren mit Stellungnahme auf OZ-Interview

Im OZ-Interview hatte Alwin Brinkmann (SPD) die Kandidatur Tim Kruithoffs für die Emder Oberbürgermeister-Wahl und dessen Unterstützer kritisiert. Die Reaktion von CDU, FDP und Grünen folgte prompt.

Emden - In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren die Vorsitzenden der Emder Kreisverbände von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen den ehemaligen Emder Oberbürgermeister Alwin Brinkmann (SPD). Andrea Risius (CDU), Albert Ammermann (FDP) sowie Claudia Steinhoff und Frank-Ohmer (Bündnis 90/Die Grünen) reagierten auf ein am vergangenen Sonnabend veröffentlichtes OZ-Interview. Darin hatte Brinkmann der als Jamaika-Bündnis bezeichneten Parteien-Allianz unter anderem vorgeworfen, den parteilosen Tim Kruithoff bei der im September anstehenden Oberbürgermeister-Wahl vor allem deswegen zu unterstützen, um die SPD-Mehrheit in Emden zu brechen.

Dieser Vorwurf sei „absurd“, heißt es in dem Schreiben. Tim Kruithoff bringe „alle Voraussetzungen für dieses Amt mit. Es geht bei diesem Amt ja gerade nicht um ein Parteibuch, sondern darum, mit allen im Rat vertretenen Fraktionen und mit der Verwaltung gut und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten“, schreiben die Vorstände der drei Parteien.

Auf die Aussage, dass die Parteien Kruithoff im Falle einer Wahl um Gefallen bitten würden, entgegnet das Jamaika-Bündnis in seiner Mitteilung: „Wer Tim Kruithoff kennt, der weiß auch, dass er sich von niemanden zur Kasse bitten lässt und das Rückgrat hat, „Nein“ zu sagen.

Der SPD scheine es „nicht ernsthaft um die bestmögliche Person zu gehen, denn nach eigenen Angaben schließt die SPD ja kategorisch jede Bewerber und jeden Bewerber ohne SPD-Parteibuch aus“, wird der Emder FDP-Kreisvorsitzende Albert Ammermann zitiert.

Alle drei Unterstützerparteien hätten nicht, wie von Brinkmann behauptet, in Hinterzimmern agiert, sondern die demokratischen Verfahren in ihren Parteien genutzt, um zu einer Unterstützung Kruithoffs zu kommen, heißt es weiter. „Ganz bewusst habe man sich dabei für einen Kandidaten mit ausgewiesener Managementkompetenz entschieden, der nicht aus der Verwaltung kommt und so Fehler und Mängel im System besser erkennen und beseitigen“ könne, so Ammermann.

Weiter wundere sich Ammermann: „Wir sind erstaunt, in welcher Klarheit Herr Brinkmann in dem Interview – nach langem Schweigen – mit seiner eigenen Partei abrechnet, dabei gleichwohl, statt zu argumentieren, lediglich verschiedene unbewiesene Annahmen anführt, sowie die Herausforderungen Emdens kleinredet.“ Persönlich getroffen fühle sich Claudia Steinhoff von Brinkmanns Äußerung, der Emder Busverkehr wäre ein „kleinkariertes“ Thema: „Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Emderinnen und Emder, die auf einen funktionierenden Busverkehr angewiesen sind.“