Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

11.01.2019 von Freddy Narewski

Emder Jamaika-Bündnis will Kruithoff


Moin!

Infos über den OB-Kandidaten Tim Kruithoff, der sich zunächst nur bei uns, der FDP, beworben hatte. Aus bekannten Gründen, breite Unterstützung, haben wir beschlossen, dass wir ihn auch zusammen mit der CDU und den Grünen unterstützen. Die außerordentliche Mitgliederversammlung am 9.1.19 hat diese Vorgehensweise gut geheißen.

Mit hartelk Gröten

Erich



Der Kandidat

Ostfriesen-Zeitung, Freitag, 11. Januar 2019, Seite 17,Emden
Von Gordon Päschel

Politik CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen unterstützen bei OB-Wahl unabhängigen Kandidaten

Am Donnerstag präsentierte sich Tim Kruithoff als Kandidat für das Amt des Emder Oberbürgermeisters. Und er lüftete das Geheimnis, welche politischen Kräfte ihn dabei unterstützen.

Emden - Dass Tim Kruithoff Oberbürgermeister von Emden werden möchte, war spätestens seit der vergangenen Woche klar. Da lud der 41-Jährige, der in Borssum aufwuchs, zu einem Pressetermin zum Thema Wahl ein. Offen war bis zuletzt allerdings, wer den unabhängigen Einzelbewerber bei einer möglichen Kandidatur unterstützen würde. Die Antwort lieferten gleich sechs Vertreter von drei Parteien.

Als Kruithoff am Donnerstag in einem Besprechungsraum im Emder Restaurant Goldener Adler Platz nahm, flankierten ihn zur Rechten und Linken die Spitzen von CDU, FDP und Bündnis  90/Die Grünen. Gekommen waren nicht nur die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden aus dem Emder Rat, sondern auch die Führungsriege der drei Kreisverbände. Mehr geht nicht – wenn man mal außen vor lässt, dass im Rat auch die SPD und GfE vertreten sind. Beide haben sich entschieden, eigene Kandidaten zu unterstützen.

An der Wand hinter Kruithoffs Platz hing ein Plakat mit einer etwas kryptischen Botschaft: „Ver-Emder-Jung“ war in drei Zeilen zu lesen – ein optisches wie inhaltliches Wortspiel mit den Begriffen „Veränderung“ und „Emder Jung“. Es ist Kruithoffs zentraler Wahlspruch – der Kern seiner Kampagne.

Programm in 35 Minuten

„Ich bin der Überzeugung, dass sich etwas ändern muss“, sagte er deswegen gleich zu Beginn eines ziemlich genau 35  Minuten dauernden Plädoyers. In dieser guten halben Stunde legte er anschließend dar, warum sich die Dinge in Emden in seinen Augen ändern müssen – und wie er das anstellen möchte. Nachzulesen sei das ganze ausführlich auf seiner Internetseite unter www.veremderung.de. Sie ist seit Donnerstag freigeschaltet – der Wahlkampf hat begonnen.

Einen Punkt hoben sowohl Kruithoff als auch die Fürsprecher an seiner Seite am Donnerstag immer wieder hervor: Führung. Offen kritisierten CDU-Fraktionschef Helmut Bongartz und Kruithoff den jetzigen Amtsinhaber Bernd Bornemann (SPD) für dessen Führungsstil an der Spitze der Verwaltung. Zu viele Dinge würden aufgeschoben, so Bongartz. „Wir brauchen jetzt jemanden mit Führungsstärke und Entscheidungskompetenz.“

Kruithoff, der im erweiterten Vorstand der Sparkasse Emden und Leiter für den Bereich Firmenkunden ist, traut sich diese Eigenschaften zu. Als Beispiel nannte er die misslungene Einführung des neuen Busfahrplans im Sommer dieses Jahres. Dieses Thema hätte er sich sofort zu eigen gemacht, sagte der 41-Jährige.

Sollte er bei der Wahl im September von den Emdern zum Oberbürgermeister gewählt werden, würde er als erstes die Wirtschaftsförderung zur „Chefsache“ erklären, kündigte Kruithoff an. Mit der Anmerkung, dass dieses Feld auf den Flur des Oberbürgermeisters gehöre, distanzierte er sich ebenfalls von Bornemann. In dessen Amtszeit war die Wirtschaftsförderung in die stadteigene Gesellschaft Zukunft Emden ausgegliedert worden.

Kritik, Skepsis und Ideen

Kruithoff präsentierte bei seinem ersten offiziellen Auftritt als Kandidat eine umfangreiche Agenda. Er kritisierte den beabsichtigten Apollo-Umbau, äußerte sich skeptisch wegen des geplanten Mega-Baugebiets Conrebbersweg-West und forderte wegen des Wandels beim Hauptarbeitgeber Volkswagen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine neue Profilierung Emdens. Den Tourismus möchte er mit Alleinstellungsmerkmalen ankurbeln, die Digitalisierung vorantreiben und die Eigenständigkeit der Stadt bewahren. An Aufgaben mangelt es in seinen Augen also nicht.

Ab sofort und bis zur Wahl am 8.  September möchte Kruithoff die Emder überzeugen – mit Hilfe eines bunten politischen Zweckbündnisses in den Farben der Jamaika-Flagge. Zum Auftakt des Straßenwahlkampfes wollen sich alle drei Parteien mit ihrem Wunschkandidaten in der Innenstadt aufstellen, hieß es am Donnerstag. Fest steht: 2019 wird ein politisch hochinteressantes Jahr für Emden.

Tim Kruithoff, 41, wuchs in Borssum auf, verließ Emden aus beruflichen Gründen und kehrte 2015 in die Stadt zurück. Er ist ledig und hat keine Kinder.

Seit August 2015 ist der Diplom-Kaufmann Leiter des Bereichs Firmenkunden bei der Sparkasse Emden. Seit Juni 2016 ist er Mitglied des erweiterten Vorstands des Kreditinstituts. Seit Mai 2017 ist Kruithoff Vorsitzender des drittgrößten Emder Sportvereins, Blau-Weiß Borssum.

Tim Kruithoff möchte Emder Oberbürgermeister werden


Tim Kruithoff hat am Donnerstag offiziell seine Kandidatur für die Oberbürgermeister-Wahl in Emden bekanntgegeben. Im Interview beantwortet der parteilose Kandidat unter anderem die Frage, wie er sich einen Namen in der Stadt machen möchte.
oz kruithoff Um den parteilosen und unabhängigen Tim Kruithoff (Mitte), schart sich am Ratsdelft jede Menge parteiübergreifende Emder Polit-Prominenz (von links): Bernd Renken (Bündnis 90/Die Grünen), Helmut Bongartz und Andrea Risius (beide CDU) wollen Kruithoffs Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters ebenso unterstützen wie Claudia Steinhoff (Bündnis 90/Die Grünen), Erich Bolinius und Albert Ammermann (beide FDP). Bilder: Päschel


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Auch Kruithoff will OB werden

CDU, FDP und Grüne unterstützen ihn

Von Jens Voitel

Emden. Nachdem die Emder SPD voraussichtlich mit dem Hinteraner Bürgermeister Manfred Eertmoed oder dem Emder Ratsherrn Gregor Strelow ins Rennen um das Amt des Emder Oberbürgermeisters gehen wird, hat sich jetzt auf der anderen Seite ein breites Parteienbündnis hinter dem parteilosen Tim Kruithoff (41) formiert. Kruithoff, derzeit in leitender Funktion bei der Emder Sparkasse und Vorsitzender des Sportvereins von Blau-Weiß-Borssum, hat gestern offiziell seine Kandidatur bekannt gegeben. Er wird sowohl von der CDU, der FDP als auch von den Grünen unterstützt, deren Spitzen ihn gestern demonstrativ während einer Pressekonferenz begleiteten. Kruithoff betonte dennoch seine Parteiunabhängigkeit.

Emder Zeitung vom Freitag, 11. Januar 2019
                                                                                                                                                                                                                                   
ez kruithoff




Stellen sich demonstrativ
hinter den Oberbürgermeister-Kandidaten Tim Kruithoff (Bildmitte): Bernd Renken (Grüne), Helmut Bongartz und Andrea Risius (CDU),
Albert Ammermann (FDP), Claudia Steinhoff (Grüne) und Erich Bolinius (FDP). EZ-Bild: Hasseler

 

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Parteilos, aber mit Rückendeckung

Mit Tim Kruithoff steht jetzt ein erster Gegenkandidat für den SPD-Anwärter auf das Amt des Oberbürgermeisters fest

Von Jens Voitel s 0 49 21 / 89 00-412

Emden. Mit der ausdrücklichen Unterstützung von CDU, FDP und den Grünen wird der Emder Tim Kruithoff als unabhängiger, parteiloser Kandidat bei der Wahl zum Emder Oberbürgermeister antreten. Der 41-jährige Kruithoff, der bereits seit Wochen als Kandidat gehandelt worden war, gab gestern Morgen offiziell seine Kandidatur für die Wahl im Herbst dieses Jahres bekannt - und wurde dabei während einer eigens einberufenen Pressekonferenz im Hotel „Goldener Adler” demonstrativ von den Spitzen der drei Ratsparteien begleitet. Kruithoff, derzeit Leiter des Firmenkundengeschäfts und Vorstandsvertreter bei der Sparkasse Emden sowie Vorsitzender des Sportvereins Blau-Weiß Borssum, ist somit erster Konkurrent eines künftigen SPD-Kandidaten, der nach derzeitigem Stand entweder der Hinteraner Bürgermeister Manfred Eertmoed oder der Emder Ratsherr Gregor Strelow sein wird. Die SPD will Anfang März ihren Kandidaten wählen.

Umrahmt von den Vertretern der drei Parteien stellte sich Kruithoff gestern selbst als „unabhängig und parteilos” vor und betonte dann auch zugleich, dass er mit einem „neutraleren Blick auf die Themen der Stadt sowie unabhängig von „Parteiräson und Seilschaften” seine Entscheidungen als künftiger OB treffen will. Gleichzeitig freue er sich aber über die Unterstützung.

Nach seinen Angaben hatte bereits im September zunächst die FDP angefragt, ob er als Kandidat zur Verfügung steht. Anschließend habe es Gespräche mit der CDU und den Grünen gegeben. Christdemokraten und Liberale haben nun in dieser Woche einer Unterstützung Kruithoffs mit großer Einigkeit innerhalb der Partei und Fraktion zugestimmt, bei den Grünen liegt ein Vorstandsbeschluss vor. Kruithoff bestätigte auch ein Gespräch mit der SPD, das aber „sehr kurz” gewesen sei. Die Sozialdemokraten hätten eine Kandidatur Kruithoffs nur unterstützt, wenn er in die Partei eingetreten wäre. Das wollte er aber ausdrücklich nicht.

Während sich SPD-Mann Manfred Eertmoed bislang nur grob, sein Kollege Gregor Strelow bis dato noch gar nicht zu ihren jeweiligen Programmen geäußert haben, legte Kruithoff gestern schon eine recht umfangreiche Bewerbung vor. 35 Minuten lang sprach er über seine Grundvorstellung für das Amt des künftigen Verwaltungschefs der Stadt Emden. Dabei ging es um die Themen Wirtschaft und Arbeit, Digitalisierung, den Mittelstand, die Wirtschaftsförderung, um die Innenstadt, den Tourismus, den Einzelhandel oder auch um den Busverkehr. Kruithoff legte sich zwar nicht auf einzelne Ziele fest, versprach aber in vielen Bereichen nicht nur eine genaue Prüfung, sondern auch schon „Veränderungen”.

Das ist dann auch sein erstes Wahlkampfmotto: „Emden braucht Veränderung”. Dass nicht nur in diesem Zusammenhang das Thema „Führungskompetenz” angeführt wurde, war sicherlich kein Zufall, sondern durchaus als Spitze gegen den amtierenden OB Bernd Bornemann zu verstehen. Kruithoff brachte gestern mehrfach seine Kompetenzen ins Spiel, die er in seiner Ausbildung, vor allem aber die er in seiner leitenden Funktion innerhalb der Sparkassenorganisation erworben habe. „Führungskompetenz ist mein absolutes Steckenpferd.”

Der Kandidat kündigte an, sich in den nächsten Wochen und Monaten - neben seinem Job bei der Sparkasse - intensiv in die Themen einarbeiten zu wollen, sich als Gesprächspartner anzubieten und sich nach der Sommerpause - und dann im Urlaub - voll und ganz in den Wahlkampf stürzen zu wollen. CDU, FDP und Grüne wollen ihn dabei begleiten und unterstützen. Und sie sehen derzeit sehr gute Chancen für ihren unabhängigen Kandidaten.