Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

05.11.2018 von Freddy Narewski

Kein vorschnelles Zurück zur Mini-Lösung

Emder Zeitung vom Samstag, 3. November 2018, Seite 7

Der Runde Tisch zur Rettung des Borssumer Freibads tagte gestern / Förderprogramm ist noch nicht abgeschrieben

Von Marten Klose s 0 49 21 / 89 00-431

Emden. Eine endgültige Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen, doch die Tendenz ist klar: Der Runde Tisch zur Rettung des Borssumer Freibads will wohl weiter auf Fördergeld aus Berlin setzen und nicht vorschnell auf die Minimal-Sanierungs-Lösung für die Badeanstalt zurückgehen. Nach der gestrigen Sitzung mahnte Kämmerer Horst Jahnke jedoch, man müsse erst einmal Klarheit aus demez freibad borssum Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bekommen.

Also dem Institut, das vorletzte Woche völlig überraschend mitgeteilt hatte, dass erst im Frühjahr 2019 darüber entschieden werden soll, welche deutschen Kommunen Mittel aus dem 100-Millionen-Euro-Fördertopf erhalten. „Wir sind von der Nachricht immer noch ganz schön geplättet”, sagte Jahnke gestern.

Insofern war in der Sitzung des Runden Tisches auch ein wenig Wunden lecken angesagt. Zu dem Treffen kamen neben Jahnke Herbert Buisker (CDU), Pastor Wolfgang Ritter, Bernd Janssen (GfE), Erich Bolinius (FDP), Bernd Renken (Grüne), Fachdienstleiter Thomas Buss und Koordinator Menso Cords.

Die Gruppe muss nun - genau wie alle Borssumer - abwarten, was bei der mit Spannung erwarteten Sitzung des Haushaltsauschusses des Bundestags am 8. November herauskommt.

Die große Hoffnung ist, dass die Parlamentarier den 100-Millionen-Fördertopf noch einmal kräftig aufstocken. Denn nach wie vor rätseln die Emder, weshalb der Bund die Bewerbungsfrist für das Förderprogramm noch einmal - wie berichtet - verlängert hat, obwohl es bereits jetzt völlig überlaufen ist. In Emden wird unter vorgehaltener Hand gemutmaßt, dass der Bund die Bewerbungsfrist lieber noch einmal verlängert hat, bevor hinterher Kommunen den Klageweg beschreiten, weil sie vermeintlich zu wenig Zeit hatten, ihren Hut in den Ring zu werfen.

„Wir hoffen, dass wir Mitte November mehr wissen”, sagte Jahnke. In jedem Fall sollen die Stadtwerke jetzt dafür Sorge tragen, dass das Bad im nahenden Winter nicht noch zusätzlich leidet.

Tim Kruithoff, Vorsitzender von Blau-Weiß Borssum, hatte vergangene Woche die Frage aufgeworfen, ob die ohnehin schon marode Badeanstalt überhaupt noch einen Winter übersteht. Bis März muss das altersschwache Gemäuer aber in jedem Fall noch „durchhalten”. Denn dann tagt die Fördertopf-Jury.

Für die Zukunft des Borssumer Freibads könnte das der alles entscheidende Tag werden.