Freie Demokraten - Kreisverband der FDP Emden
Kreisverband der FDP
in der Seehafenstadt Emden

01.10.2018 von Freddy Narewski

Lärm in der Stadt - Verwaltung sieht keinen Handlungsbedarf

Emder Zeitung vom Donnerstag, 27. September 2018, Seite 3

 

Von Jens Voitel s 0 49 21 / 89 00-412

Emden. Anwohner haben sich offenbar massiv über zum Teil absichtlich herbeigeführten Motorenlärm auf der Neutorstraße, der Nordertorstraße und auf dem Neuen Markt beschwert. Auto- und Motorradfahrer seien dort immer wieder, vor allem in den späten Abendstunden, mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und störten durch aufheulende Motoren und quietschende Reifen die Anwohner.
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Mit diesen Vorwürfen hatten sich Bewohner an die FDP-Fraktion gewandt, die das Thema jetzt in den zuständigen Ratsausschuss für Öffentliche Sicherheit und Ordnung gebracht hatte. Am Dienstagabend nun die Antwort der Behörden: Es handelt sich um das „Fehlverhalten einiger weniger Verkehrsteilnehmer”, eine sogenannte Tuning- oder Poser-Szene, also Autofahrer, die mit aufgemotzten Fahrzeugen öffentlich Eindruck schinden wollen, gebe es nicht.

Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Verkehrskommission, in der die Stadtverwaltung, die Polizei und der Fahrradbeauftragte sitzen, jedenfalls nicht. Verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Bodenschwellen, Blitzanlagen oder Verkehrskontrollen werden als nicht umsetzbar oder unverhältnismäßig betrachtet.

„Wir haben an zwei Tagen zwei Stunden lang in der Neutorstraße kontrolliert”, sagte Polizei-Einsatzleiter Stefan Reuwsaat vor dem Ausschuss. Ergebnis: Zwei Verstöße. Gleichzeitig aber bekräftigte er: „Wir sind an der Neutorstraße, am Delft und am Neuen Markt sehr aktiv.” Den genannten Bereichen gelte das besondere Augenmerk der Polizei. Reuwsaat wies zudem den Vorwurf entschieden zurück, die Polizei sei nicht aktiv. „Das ist falsch.”

Stadtbaurat Andreas Docter erinnerte die FDP auch gleich noch einmal daran, dass sich die Fraktionen gegen eine Tempo-30-Zone in der Neutorstraße und gegen einen autofreien Neuen Markt ausgesprochen haben. Davon ließ sich FDP-Ratsherr Frank Mälzer nicht irritieren. Er bezeichnete die Antwort der Verwaltung als nicht ausreichend. Vielmehr forderte er „ein bisschen mehr Kreativität” , um die Situation für die Anwohner zu verbessern. Unter anderem könnten vielleicht mehr Schwerpunktkontrollen in den betroffenen Zonen ein Stück helfen, so Mälzer.


Emder Zeitung vom Donnerstag, 27. September 2018, Seite 3